Der NBA Draft 2019 – Ein Rückblick

Aktualisiert: 27. Juni 2019




#3 – RJ Barrett


"With the third pick in the 2019 NBA Draft, the New York Knicks select …"



Obwohl sich die meisten sicher waren, was kommt, lag eine gewisse Anspannung in der Luft. Zweifel kamen auf. Zu oft wurden die Herzen der Knicks Fans verletzt. In den letzten Wochen, Jahren, Jahrzehnten – eigentlich seit man sich erinnern kann.


Aber dann war es so weit, Freitag morgen 01:52 Uhr deutscher Zeit erlöste uns Adam Silver mit dem Namen, den wir alle hören wollten: R.J. Barrett.


Zum ersten Mal seit vielen Jahren wurde ein Draftpick von den Fans frenetisch gefeiert, anstatt gnadenlos ausgebuht zu werden. Auch Barrett war sichtlich ergriffen und war im Jubel der Fans sichtlich emotional berührt.


Der 19-Jährige-Freshman der Duke University galt vor der College Saison als klare Nr.1 unter den Prospects für den 2019er Draft. Barrett konnte, trotz überwiegend guter Leistungen, dieser schier utopischen Erwartungshaltung nicht gerecht werden.


Der Swingman legte starke 22,6 Punkte, 7,6 Rebounds und 4,3 Assists auf. Dazu traf er gute 45% aus dem Feld und ausbaufähige 30% vom Perimeter.


Zusammenfassend kann man sagen, Barrett ist ein guter Scorer, der Playmaking mit sich bringt und zudem stark reboundet. Trotzdem muss der 2,01 Meter große Linkshänder weiter an seinem Wurf und seiner Wurfauswahl arbeiten. Außerdem ist es wichtig, dass er nicht versucht, Plays zu erzwingen.


Rowan Alexander Barrett Jr., wie er mit vollem Namen heißt, ist für New York und seine Fans der Außerwählte, der diese Stadt wieder in die Playoffs führen soll!



Wer ist RJ Barrett?


"I‘m definitely going for Rookie of the year ... I‘m confident enough that I can get it“



An Selbstvertrauen mangelt es unserem jungen Kanadier schon mal nicht. Genau die richtige Einstellung für New York City und speziell dem Mekka des Basketballs - MSG.


Der letztjährige Duke-Blue-Devil ist mit Ausnahme von Kevin Durant, Trae Young und Michael Beasley, der Freshman mit den meist erzielten Punkten in der NCAA-Geschichte.


Barrett ist es gewohnt zu gewinnen. Er führte das kanadische U19-Team im Sommer vor seiner Senior-Saison in der Montverde Academy zu einer Goldmedaille bei der FIBA U19-Weltmeisterschaft. Anschließend führte er Montverde zur GEICO High School National Championship mit einem perfekten 35-0 Rekord. Auf den Weg dorthin nahm er jeden wichtigen nationalen „Player of the Year“ Award mit. Dies alles waren sicherlich Gründe, warum er in den meisten Mockdrafts vor der letzten Saison, als potentieller #1 Pick im diesjährigen Draft gehandelt wurde.


Der „Concrete Jungle“ NYC ist nichts Neues im Hause Barrett. Seine Eltern studierten beide an der St. John’s University – inklusive Sportprogramm. Vater Rowan spielte Basketball, Mutter Kesha war ein Leichtathletik-Ass. Sein verstorbener Opa, ein großer Knicks Fan, erzählte ihm schon sehr früh, dass irgendwann einmal Orange-blaues Blut durch seine Venen fließen sollte: ‘One day you can play for this team.’ - und somit erfüllte sich nicht nur RJ‘s Traum.



#47 - Ignas „Iggy“ Brazdeikis


In einer Pressekonferenz am Tag nach der Draft, stellten die Knicks unter der Moderation von Bill Pidto und der Anwesenheit von Steve Mills, Scott Perry und Coach David Fizdale, neben RJ Barrett auch ihren Pick aus der zweiten Runde Ignas „Iggy“ Brazdeikis vor.


Er wurde in der Nacht zuvor an 47. Stelle gedraftet. Die Knicks besaßen den 55. Pick, tauschten diesen plus „Cash Consideration“ mit den Sacramento Kings.


Diese Entscheidung kam nicht von ungefähr, denn die Knicks hatten Brazdeikis schon seit längerem auf ihrem Radar. Iggy und RJ kennen sich schon seit der U-17, in der sie beide das Kanadische Trikot überstreiften.


Ian Beglay bat Brazdeikis während der Pressekonferenz sein Spiel zu beschreiben. Seine Antwort sollte die Knicks-Fangemeinde durchaus begeistern:


"I'm a relentless player. I don't fear anyone or anything. I don't back down from anyone either, I'm very confident in my abilities as well. I go as hard as I can every single game to help the team win. I'm aggressive. I feel like I know who I am as a basketball player."



„Kultur“ - das Stichwort der Knicks


Der Erfolg blieb letzte Saison aus, die Chemie innerhalb der Mannschaft und Coaching Staff stimmte aber. David Fizdale ist gewillt, in der Mannschaft und dem Club von innen heraus eine neue Philosophie zu etablieren.


Bereits 2018 ist er mit seinen jungen Spielern (damals Mudiay, Dotson und Ntilikina) zu den Playoffs geflogen, um Ihnen zu zeigen, wo die Reise für die Knickerbockers einmal hinführen soll. Auch in diesem Jahr waren Knox, Robinson und Trier mit Teilen des Coaching Staffs bei den Play Offs. Diesmal bei den Finals.


Steve Mills lud im Vorfeld der Draft RJ und seinen Vater mehrmals zum Essen und zum Finals schauen in sein Apartment ein.


Das Front Office scheint zudem weiterhin an seinem ursprünglichen Plan, ruhig und geduldig aufzubauen, falls sie ihre gewünschten Top Tier Free Agents in diesem Sommer nicht an Land ziehen können, festzuhalten.


„We laid out a plan when Scott came on board and then David joined us that we were going to build this team the right way,” Mills added. “We were going to draft well and we were going to be diligent about how we built this team, and not take any shortcuts.”


Nun muss sich auch Coach Fizdale beweisen. Er ist zwar in der Liga unter den Spielern sehr hoch angesehen, versäumte es aber in seiner ersten Saison ein System zu implementieren. Da wird er in der kommenden Saison von vielen Fans sehr genau unter Beobachtung stehen. Vielleicht könnte ihm die Verpflichtung von Mike Miller, der in Westchester, eine glänzende Arbeit geleistet hat und seine Stärken im entwickeln junger Spieler hat, weiterhelfen.



von Sven und DJ





Member-Stimmen zu RJ Barrett:


Joe: Ungeachtet seiner basketballerischen Fähigkeiten, als er alle anderen Workouts abgesagt hatte war für mich klar, der Junge hat Bock auf die Knicks!



Alex: Seit Beginn der vergangenen College Saison verfolge ich R.J. Barrett intensiv.

Was mich am meisten an seinem Spiel beeindruckt, ist seine Vielseitigkeit auf dem Court. Auf dem ersten Blick scheint es für Außenstehende so, als wäre er ein reiner Scorer. Beobachtet man sein Spiel aber etwas intensiver, entdeckt man sofort die vielen verschiedenen Facetten: Sein definitiv vorhandenes Talent und Potenzial in der Defense, sein für Größe und Position gutes Rebounding und vor allen Dingen die Qualität für sich und seine Mitspieler immer wieder Würfe kreieren zu können.


Dies war in den letzten Jahren eines unserer Hauptprobleme, so sollte das Playmaking ab kommender Spielzeit von Barrett als Zweite Option vom Flügel aus unterstützt werden.

Neben dem Court beeindruckt mich sein Selbstvertrauen und selbstbewusstes Auftreten. Gefühlt von klein auf besitzt er diese „Alpha-Dog-Mentalität“ und geht in seinen Teams als Führungsspieler voran. Er scheut keine großen Momente oder Würfe und ist bereit für die große Bühne.


All dies machte ihn zu meinem absoluten Wunschspieler im Draft 2019.



Thorsten: An Position 3 war Barrett die richtige Wahl. Für mich hat er eine höhere Upside im Vergleich zu Spielern wie Garland, Culver oder Hunter. Ob er ein Star in der Liga wird, hängt maßgeblich davon ab, ob er es schafft, sein Spiel an die NBA anzupassen. Trifft er regelmäßig vom Perimeter, kann er seinen Abschluss mit der rechten Hand verbessern, trifft er die richtigen Entscheidungen, kann er „Offball“ agieren, dann ist er auf einem guten Weg. Ich bin da optimistisch und freue mich, ihn in der Summer League spielen zu sehen.


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